Lipostabil - die Fettweg-Spritze

Die meisten Menschen träumen von einem makellosen Körper, der muskulös und möglichst fettfrei ist. Während man im Mittelalter als angesehen galt, wenn man eine üppig Figur hatte, ist es in unserer Gesellschaft zur norm geworden "dünn" zu sein. Da es verschiedene Körpertypen gibt, ist der Aufwand um die oben genannten Ziele zu erreichen immer unterschiedlich. Der Trend geht jedoch dahin, mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel zu erreichen. Die Fettweg-Spritze bietet sich dazu förmlich an, unansehnliche Fettpölsterchen zu vertreiben. Der folgende Text soll einen Einblick vermitteln, wie und ob Lipostabil wirkt, ob es sich rentiert und welche Nebenwirkungen entstehen können.

Woher kommt die Fettweg-Spritze und wie wirkt sie?
Mitte der 90er Jahre entwickelte die brasilianische Ärztin Dr. Patricia Rittes einen Wirkstoff, der es ermöglichen sollte lokale Fettzellen aufzulösen. Mit einer Spritze wird das aus der Sojabohne gewonnene Naturpräparat Phosphatidylcholin (PPC) direkt in die Fettpolster injiziert. Injiziert soll dieser Wirkstoff die Fettzellen auflösen und anschließend ausscheiden.

Wann und für wen ist es sinnvoll?
Prinzipiell ist vorab zu sagen, dass man erst einmal eine richtige Diät mit entsprechendem Kaloriendefizit durchführen sollte um alle Möglichkeiten vorab ausgeschöpft zu haben, bevor man auf solche Mittel zugreift. Leider gibt es aber Fälle, bei denen die Fettpolster, trotz einer Diät und vermehrten Ausdauertraining einfach nicht auszumerzen sind. Die Behandlung mit Lipostabil macht jedoch erst ab einem guten Körperfettanteil (unter 15%) sinn, da es nicht zur Gewichtreduktion eingesetzt wird, sondern lediglich um lokale Fettpolster verschwinden zu lassen.

Wie wird die Behandlung durchgeführt?
Zu Allererst gehören solche Behandlungen in eine Praxis. Auch wenn die Durchführung einfach klingt, sollte sie meiner Meinung nach von einem Facharzt durchgeführt werden um eventuell auftretende Nebenwirkungen gezielt bekämpfen zu können. Die Behandlung wird ambulant durchgeführt und dauert maximal 45 Minuten. Die zu behandelnde Stelle wird desinfiziert und anschließend bereits vorgekühlt. Im Anschluss daran werden die entsprechenden Injektionen verabreicht. Nach der Behandlung bleibt der Patient noch ein paar weitere Minuten auf dem Behandlungstisch liegen, damit sich der Kreislauf wieder normalisiert und die Stelle bereits gekühlt werden kann.

Wie hoch sind die Kosten?
Die Kosten pro Behandlung belaufen sich durchschnittlich zwischen 250€ - 350€. Die Kosten werden nicht von der Krankenkasse getragen. Generell sind 2-4 Behandlungen von Nöten. Gute Ärzte empfehlen aber vorab erst einmal 2 Behandlungen durchzuführen um dann festzustellen, ob dieses Verfahren überhaupt bereits Erfolg gezeigt hat. Dies wird gewährleistet durch Fotos vor der Behandlung und ausmessen des Umfanges. Hat sich nach 2 Behandlungen kein positives Ergebnis eingestellt, macht es Sinn die Behandlung zu beenden.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Solange man nicht auf den Wirkstoff allergisch reagiert, treten i. d. R. nur injektionsbedingte Nebenwirkungen auf. Als da wären: Schwellungen, die mit guter Kühlung aber schnell in den Griff zu bekommen sind und wieder relativ schnell verschwinden. In Einzelfällen kann es zu Hämatomen (blaue Flecken) kommen. Trainieren kann man eigentlich bereits am nächsten Tag wieder, abhängig wie man sich fühlt.

Fazit
Erfahrungsberichten zu urteilen, hat man mehr oder weniger eine 50/50 Chance das die Behandlung wirkt und die Ergebnissen dem Nahe kommen was man sich erhofft hat. Einen Versuch ist es wert, denn es stellt eine günstige Alternative zur Fettabsaugung dar!