Muskelfasertypen

Mit freundlicher Genemigung von: www.fitness-foren.de

Neben der Einstufung in die verschiedenen Körpertypen muss eine weitere genetische Veranlagung berücksichtigt werden und zwar die Verteilung der verschiedenen Muskelfasertypen.
Die Muskeln der Menschen bestehen aus langsam kontrahierenden (nennen wir sie einfach Typ 1) – und schnell kontrahierenden Muskelfasertypen (Typ 2). Hinzu kommt noch ein dritter Fasertyp, den man nicht eindeutig einen der beiden Typen zuordnen kann, daher konzentrieren wir uns auf die zwei Haupttypen.

Langsam kontrahierende Muskelfasern (Typ1) ermöglichen besonders ausdauernde Leistungen, bei denen Kohlenhydrate und Fette als Energielieferanten verbrannt werden. Sportarten wo diese Energiegewinnung überwiegt sind zum Beispiel Marathonläufe, Tour de France usw. Bei einem Blick auf diese Athleten zeigt sich eine sehr gut trainierte Beinmuskulatur aber im Hinblick auf die Muskelmasse, wird diese den Ansprüchen eines Bodybuilders nicht gerecht.
Schnell kontrahierende Muskelfasern werden immer dann aktiviert, wenn es darum geht hoch intensive, kurzfristige Leistungen zu erbringen. Dabei erfolgt die Energiegewinnung fast ausschließlich durch Kohlenhydrate. Athleten mit Bezug zu dieser Energiegewinnung sind z.B. 100-Meter-Läufer. Im Vergleich zu den Langstreckenläufern zeigen diese Athleten eine Beinmuskulatur die jedem Bodybuilder eine Ehre machen würde.

Normalerweise besteht ein gesundes Gleichgewicht dieser beiden Typen, es gibt aber auch Athleten die von Natur aus mit einem hohen Anteil von einem Typ ausgestattet sind. Da die schnell kontrahierenden Muskelfasern über ein größeres Wachstumspotenzial verfügen, können sich diejenigen glücklich schätzen, die von Natur aus mehr schnell kontrahierende Muskelfasern besitzen. Es kann aber auch vorkommen, dass sich die prozentuale Verteilung der Fasertypen innerhalb der einzelnen Muskelgruppen unterscheidet. Das heißt, dass z.B. die Oberschenkel einen höheren Anteil vom Muskelfasertyp 1 haben als der Bizeps z.B. einen größeren Anteil des Typ 2 hat, somit wird der Aufbau des Bizeps leichter fallen als des Oberschenkels.

Während der Fasertyp 1 besser auf mehr Wiederholungen anspricht (12-25), werden die des Typs 2 besser mit niedrigen Wiederholungszahlen (4 pro Satz stimuliert.)
Somit muss die Wiederholungszahl individuell angepasst werden, wobei jeder selbst rausfinden muss auf welche Wiederholungszahl sein Körper am besten mit Muskelwachstum reagiert.


Hier ein paar „prominente“ Beispiele:
Jeder Bodybuilder hat im Laufe von Monaten bzw. Jahren sein für sich perfektes Trainings- und Ernährungsprogramm ermittelt: So ist zum Beispiel von Mike Mentzer (Vize-Mr.-Olympia und Weltmeister 1997 bekannt, dass er ein Befürworter von äußerst kurzen und harten Trainingseinheiten war (Begründer des Heavy–Duty Systems). Dass seine Methode erfolgversprechend war stellte neben ihm auch Dorian Yates (6-facher Mr. Olympia) unter Beiweiß.

Wiederrum stellten sich bei andere Athleten die Erfolge mit einem ganz anderen Trainingsansatz ein, der als Volumentraining bezeichnet wird. So z.B. Arnold Schwarzenegger (7-facher Mr. Olympia) oder Ronnie Coleman, von den beiden ist bekannt, dass sie gerne mit höheren Satz – und Wiederholungszahlen trainierten.