Rauchfrei werden
Da ich dieses Jahr mit dem Rauchen aufgehört habe und es sicherlich viele Menschen gibt die es versuchen jedoch nicht schaffen, möchte ich versuchen mit diesem Artikel Hilfestellung zu leisten. Dieser Artikel schildert mehr oder weniger meine eigenen Erfahrungen. Bestimmte Aspekte wie Krankheiten etc. werden bewusst ausgelassen, denn hierzu gibt es genug Referenzen im Internet.
Was ist eine Zigarette?
Eine Zigarette (von franz.: cigarette für kleine Zigarre) ist ein Tabakerzeugnis, das aus den fermentierten, getrockneten und fein geschnittenen Blättern der Tabak-Pflanze hergestellt wird, die in Papier gestopft oder gerollt werden.
Warum wird man so schnell süchtig nach Zigaretten?
Beim Rauchen wird das in der Zigarette enthaltene Nikotin freigesetzt, wovon bis zu 95% im Körper verfügbar ist (Bioverfügbarkeit). Ein Teil des aufgenommenen Nikotins erreicht innerhalb von 7 bis 8 Sekunden das Gehirn, wo es auf die so genannten nicotinergen Acetylcholinrezeptoren wirkt und eine Reihe physiologischer Reaktionen auslöst, in deren Verlauf die Ausschüttung bestimmter Botenstoffe aktiviert wird. Das hohe Suchtpotenzial wird neben der direkten Wirkung auf die nicotinergen Acetylcholinrezeptoren vor allem der Beeinflussung des Dopaminsystems, insbesondere dem Belohnungszentrum des Gehirns. vereinfacht: Wenn man raucht, werden bestimmte "Bereiche" im Gehirn stimuliert, was dazu führt, dass wir uns glücklich fühlen.
Nachdem wir nun wissen, warum man süchtig nach Zigaretten wird, muss man sich doch einfach man ganz banal die Frage stellen: "Bin ich so dumm? Dramatisch ausgedrückt setze ich mich einer vereinfachten Droge aus." Wenn man dies unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, muss uns der gesunde Menschenverstand sagen, dass irgendwas falsch in mir läuft.
Wie hört man mit dem Rauchen auf ?
Ich denke, dass jeder mit dem Rauchen aufhören kann. Meiner Meinung nach ist es eine reine Disziplinfrage. Egal ob man nun 3 Jahre oder 30 Jahre raucht. Da ich weiß, wie schwer es sein kann, hier ein paar Tipps:
- Einen Tag festlegen wann man aufhören möchte.
- Möglichst vielen Leuten von dem Vorhaben erzählen um den Druck zu erhöhen.
- Alternativ im Urlaub mit dem Rauchen aufhören, der Vorteil: Man ist raus aus seiner gewohnten Umgebung und somit ist die Versuchung nicht so groß. Denn jeder kennt es, dass man gerne in der Mittagspause oder zuhause bei bestimmten Gelegenheiten eine raucht.
- Aufhören mit dem Rauchen wenn man z.B eine starke Grippe hat, denn wenn man richtig krank ist, wird wohl keiner rauchen wollen. Wenn dann die ersten 2-3 Tage rauchfrei vorbei sind, sieht die Welt schon besser aus. :-)
- Einen Aschenbecher bzw. eine Tüte mit Asche und Zigarette aufheben. Jedes Mal wenn das Bedürfnis auftaucht, richt man einfach an der Tüte.
- Einfach mal ans Geld denken? Starke Raucher verqualmen in ihrem Leben soviel, dass Sie sich eine Eigentumswohnung/Luxusauto kaufen könnten. Unter dieser Prämisse rückt das Rauchen in ein ganz anderes Licht.
- Natürlich der gesundheitliche Aspekt: Studien haben bewiesen, dass man langfristig gesünder Aussieht und sich auch gesünder fühlt.
- Man selbst verliert das Empfinden des Geruchs von Tabak der sich im Mund oder auf den Händen niederlässt. Selbst den Geruch auf der Kleidung nimmt man nicht mehr wahr. Es wird einem erst bewusst, wenn man selbst nicht mehr raucht. Hintergrund: Wir würden sonst an einer Reißüberflutung förmlich verrückt werden. Denken Sie z.B. an Ihre Socken. Sie wissen, dass sie da sind, sie nehmen die Socken aber nicht bewusst wahr.
Regeneriert sich mein Körper, wenn ich mit dem Rauchen aufgehört habe?
| 20 Minuten danach | Der Blutdruck fällt. Die Temperatur von Händen und Füßen steigt auf den Normalwert. |
| 8 Stunden danach | Der Kohlenmonoxidgehalt des Bluts fällt auf den Normalwert. |
| 24 Stunden danach | Das Herzinfarktrisiko hat sich bereits verringert. |
| Zwei Wochen bis drei Monate später | Die Durchblutung ist verbessert, die Lungenkapazität um bis zu 30 Prozent höher. |
| Ein bis neun Monate später | Das Husten lässt nach, man ist weniger kurzatmig und wacher. Die Lunge kann sich besser vor Infektionen schützen. |
| Ein Jahr später | Das Risiko von Erkrankungen der Herzkranzgefäße ist jetzt halb so groß wie bei Rauchern. |
| Fünf bis 15 Jahre später | Das Schlaganfallrisiko sinkt auf das eines Nichtrauchers. |
| Zehn Jahre später | Unter Ex-Rauchern reduziert sich die Gefahr, an Lungenkrebs zu sterben, auf die Hälfte. Das Risiko von Krebserkrankungen in Mund, Hals, Speiseröhre, Blase, Niere und Bauchspeicheldrüse verringert sich. |
| 15 Jahre später | Alle Risiken sind auf das Niveau eines Nichtrauchers gesunken. |
Fazit:
Über dieses Thema kann man viele Bücher füllen. Letztendlich ist es an jedem selbst gelegen mit dem Rauchen aufzuhören. Ein paar gute Ansätze bzw. Denkanstöße werden weiter oben skizziert. Man muss sich nur vor Augen führen, rauchen ist eine Sucht, an der man sterben kann. Statistisch gesehen sterben mehr Menschen an Zigaretten im Jahr als an Autounfällen. Jeder von uns möchte lange Leben und nach Möglichkeit auch gesund bleiben, warum geben wir dann nicht unser Bestes um dieses Ziel zu erreichen… ?


