Thorsten Bunte
Steckbrief:
Name: Torsten Bunte
Geburtsdatum: 04.04.1972
Wohnort: Tief im Westen
Familienstand: Seit fast 11 Jahren glücklich verheiratet mit Natalie. Zwei Söhne Calvin 10 Jahre und Joel 5 Jahre
Beruf: Focus Sales Manager - Enterprise Computing (will heissen ich entwerfe technische Konfigurationen im Bereich Server/Storagesysteme und berate meine Kunden entsprechend - da damit niemand was anfangen kann, irgendwas mit Computern)
Hobbies: Fußballtrainer von zwei Kinderfußballmannschaften in denen meine Jungs mitspielen, d. h. 22 Jungs und Mädchen im Alter von 10 Jahren und 20 Kinder im Alter von 5 Jahren und jünger. Daneben bin ich Moderator im Forum bei Body-xtreme.de und schreibe für die Seite regelmäßig Beiträge über Training, Ernährung, Supplements etc. Für weitere Hobbies bleibt definitiv keine Zeit.
Größe: 1,78m
Gewicht (Wettkampf + Offseason)zwischen 89 u. 96kg Wettkampf, 106kg OffSeason.
Maße Bizeps 47-48cm, Brust 127cm, Beine 71cm, Waden 51cm und Taille 80-81cm
Bankdrücken: 215kg
Kniebeugen: 290kg, 12x255kg
Kreuzheben 305kg, 8x240kg
Bisherige Wettkämpfe:
Frühjahr 1998:
- Multipowerpokal, IFBB, 2. Platz Gewicht 89,9kg, Best Posing Pokal
- NRW-Landesmeisterschaft, IFBB, 2. Platz Gewicht 90kg
- Deutsche Meisterschaft, IFBB, 5. Platz Gewicht 89,2kg
Herbst 1998:
- Multipowerpokal, IFBB, 1. Platz Gewicht 90kg
- Int. NRW-Meisterschaft, IFBB, 2. Platz Gewicht 89,5kg
- Int. Deutsche Meisterschaft, IFBB, 10. Platz Gewicht 89,8kg
Herbst 1999:
- Multipowerpokal, IFBB, 2. Platz Gewicht 90kg
- Int. NRW-Meisterschaft, IFBB, 2. Platz Gewicht 89,5kg
- Int. Deutsche Meisterschaft, IFBB, 5. Platz Gewicht 89,5kg
Herbst 2000:
- Int. NRW-Meisterschaft, IFBB, 5. Platz Gewicht 90kg
- Westdeutsche Meisterschaft, NAC, 2. Platz Gewicht 92kg
- Int. Deutsche Meisterschaft, NAC, 2. Platz Gewicht 92kg
- Weltmeisterschaft, NAC, 11. Platz unter 23 Startern Gewicht 92kg
Frühjahr 2001:
- Westdeutsche Meisterschaft, NAC, 1. Platz und Gesamtsieger Gewicht 95kg
- Deutsche Meisterschaft, NAC, 3. Platz, Gewicht 94kg
Herbst 2002:
- Int. NRW-Meisterschaft, IFBB, 2. Platz Gewicht 94kg
- Westdeutsche Meisterschaft, NAC, 1. Platz Gewicht 94kg
- Int. Deutsche Meisterschaft, IFBB, 11. Platz Gewicht 96,5kg
- Int. Deutsche Meisterschaft, NAC, 4. Platz Gewicht 95kg
Herbst 2003:
- Int. NRW-Meisterschaft, IFBB, 5. Platz, Gewicht 92kg
- Westdeutsche Meisterschaft, NAC, 3. Platz, Gewicht 92kg
- Int. Deutsche Meisterschaft, NAC, 7. Platz, Gewicht 93kg
Frühjahr 2005:
- NRW-Meisterschaft, IFBB, 2. Platz Gewicht 93,4kg
- Deutsche Meisterschaft, IFBB, 6. Platz Gewicht 88,4kg
- Westdeutsche Meisterschaft, Nabba, 3. Platz Gewicht 93kg
- Int. Deutsche Meisterschaft, Nabba, 1. Platz und Gesamtsieger Gewicht 92,5kg Europameisterschaft, Nabba 7. Platz Gewicht 92,5kg
Immer wieder hört man Bodybuilding, Familie und Beruf - das lässt sich nicht unter einen Hut bringen. Nun ich erbringe jeden Tag den Beweis dass das geht, mehr sogar noch. Es ist alles eine Frage der Organisation und man braucht natürlich Menschen die einen dabei unterstützen. Aber der Reihe nach. Mit Bodybuilding angefangen habe ich im Alter von 19 Jahren.
Ich treibe Sport seit ich 4 Jahre alt bin. Vor dem Bodybuilding habe ich mich im Tischtennis, Fußball, Badminton und als Primärsportart Leichathletik versucht. Um für die Leichathletik (Zehnkampf) an Kraft zuzulegen habe ich mit 18 angefangen regelmäßig mit Gewichten zu arbeiten. Da mir das Training mit Hantel sehr gut gefiel und ich schnell an Trainingsgewichten zulegte, fiel mir der Entschluß mit Leichathletik aufzuhören nicht sehr schwer. Bei der Leichtathletik gab es nur Verbandsquerelen, ich war zeitweise ohne Trainer….usw. Beim Bodybuilding hab ich alles selber in der Hand. Das gefiel mir von Anfang an.
Von Anfang war auch klar - ich möchte irgendwann an Bodybuildingmeisterschaften teilnehmen. Einfach nur einen Sport betreiben ohne ein Ziel vor Augen war noch nie mein Ding. So gingen dann die Trainingseinheiten ins Land und in meinen ersten drei Trainingsjahren legte ich von zierlichen 70kg auf 92kg zu ohne dabei allzu fett zu sein. Der Vorteil war dass mein erstes Studio in dem ich trainierte ein reines Bodybuildingstudio (ja Anfang der 90iger gab es so was noch) war. Hier trainierten eine ganze Reihe von Wettkampfbodybuildern von denen ich eine Menge lernte. Darüber hinaus hatte ich in der Anfangszeit Trainingspartner im Freundeskreis, zunächst zu zweit, später zu viert was in ungeheuer intensiven Trainingseinheiten endete, da jeder den anderen immer übertreffen wollte.
So vergingen also die ersten Trainingsjahre. In dieser Zeit lernte ich auch meine Frau Natalie kennen. Sie fragte sich wohl damals auch wie man mit so einem unförmigen Mann jemals eine vernünftige Familienplanung hinkriegen sollte. Die Zweifel scheinen dann aber recht schnell verflogen zu sein. Mittlerweile sind wir fast 10 Jahre verheiratet und haben zwei Jungs. Calvin ist fast 9 Jahre alt und Joel wird bald 4. Aber auch mit Familie und Beruf lässt sich Bodybuilding vereinbaren.
1997 lernte ich dann über einen Bekannten Jürgen Stickelbrock kennen um mal einen erfahrenen Athleten zu befragen, ob es beim Stand meiner Entwicklung Sinn machen würde mal an einem Wettkampf teilzunehmen. Da Jürgen dem zustimmte entschloss ich mich im Frühjahr 1998 das erste Mal eine Wettkampfdiät anzugehen. Ich hatte dafür 12 Wochen Vorbereitung vorgesehen um von 106kg auf unter 90kg zu kommen. Mit meiner Frau hatte ich abgesprochen - sollte ich beim ersten Wettkampf nicht unter die ersten 6 kommen, hätte sich das Wettkampfthema für mich erledigt. Die Vorbereitung lief unter Mithilfe von Jürgen bestens und so kam ich bei meinem ersten Wettkampf auf den 2. Platz und gewann dort auf Anhieb den Best Posing Pokal. Bei meiner ersten Deutschen Meisterschaft zwei Wochen später wurde ich auf Anhieb 5. und hatte dort die Ehre im Lineup neben herausragenden Athleten wie Matthias Herzog, Bernhard Kunze oder Florian Maier zu stehen. Motiviert durch die Ergebnisse war klar dass das für mich genau das Richtige ist.
So nahm ich dann in den Folgejahren regelmäßig an Meisterschaften teil und lernte immer mehr über mich und meinen Körper dazu. In der OffSeason machte man dann keine großen Gewichtssprünge mehr, merkt aber im Laufe der Zeit deutliche Qualitätsunterschiede. Im Laufe der Zeit lernte ich auch immer mehr hochkarätige Atheten kennen, durch die ich in längeren Gesprächen meinen Horizont erweitern konnte. Ich versuche aus diesen Gesprächen immer soviel wie möglich für mich herauszuziehen, um es dann im Training für mich umzusetzen. So kann man über Trainingsmethoden schon alle Varianten für sich durchprobiert haben, im Bereich Supplements aber auch nach 10 Trainingsjahren immer noch eine Menge dazulernen. Mein besonderer Dank gilt hierbei Markus Schubert aus Rheine, einem sehr erfolgreichen Wettkampfathleten.
Meine erfolgreichste Meisterschaftssaison war bisher die Frühjahrssaison 2005. Ich nahm an 5 Meisterschaften teil und schaffte es bei allen Wettkämpfen in Topform auf der Bühne zu stehen. Höhepunkt war die Internationale Deutsche Meisterschaft der Nabba, bei der ich nicht nur meine Klasse gewann, sondern auch Gesamtsieger wurde. Im Verlauf der Frühjahrssaison wurde mir auch klar wie wichtig jemand ist der einen am Wettkampftag permanent betreut. Bisher war ich meistens alleine unterwegs, da ich meiner Frau und den zwei Jungs diese Ganztagestorturen nicht immer zumuten kann. Also hat mich diesmal bei allen Meisterschaften mein Freund Marcus Kehl begleitet und betreut. Auf diesem Wege eine großes fettes DANKE! Weitere Highlights für mich waren die Teilnahme an der EM 2005, bei der ich 7. wurde, sowie meine Teilnahme an der WM2000 beim NAC, bei der ich in einer extrem stark besetzten Klasse 11. wurde unter 23 Teilnehmern. Meine nächste Teilnahme steht noch nicht exakt fest, ich denke mal im Jahr 2006 werde ich wieder dabei sein. Bis dahin versuche ich noch ein bisschen zuzulegen.
Was mein Training angeht ist es gar nicht so einfach das mit allen sonstigen Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen. Neben meinem Job als Consultant in einem großen Systemhaus - der mich mindestens 40 Std. die Woche beschäftigt, habe ich ja noch eine Familie die mich ab und zu mal sehen will. Daneben bin ich noch ausgebildeter Kinder- und Jugendfußballtrainer und trainiere zwei Mannschaften in denen meine Jungs Calvin und Joel spielen. D. h. zwei- bis dreimal die Woche Fußballplatz und am Wochenende Spiele oder Turniere.
Nebenbei moderiere ich noch im Bodybuilding-Forum, zu finden unter www.bodyxtreme.de. Trotzdem gelingt es mir eigentlich immer 3-4mal die Woche zu trainieren. Da ich beruflich auch schon mal über Nacht weg bin, kann es sein dass sich die Trainingstage in der Woche schon mal verschieben, meine Aufteilung bleibt allerdings unverändert. Da ich unabhängig von Studiozeiten manchmal trainieren muss, habe ich mir in meinem Keller ein Heimstudio eingerichtet, indem ich somit auch zur Not um 23 Uhr trainieren gehen kann.
Meine Aufteilung sieht standardmäßig wie folgt aus:
Montags - Rücken, Bauch, Waden
Mittwochs - Brust, Bizeps, Waden
Freitags - Oberschenkel, Waden
Samstags oder Sonntags - Schulter, Trizeps, Unterarme
Es kann vorkommen dass ich aus beruflichen Gründen die Trainingseinheiten schon mal um einen Tag nach hinten oder vorne legen muß. Sollte ich nicht den Weg ins Studio schaffen bin ich jederzeit in der Lage in meinem Keller zu trainieren, da ich mir dort ein Heimstudio eingerichtet habe und bis auf Oberschenkel alles dort auch mit schweren Gewichten trainieren kann. Die erstgenannte Muskelgruppe bleibt vom Zyklus her immer in der beschriebenen Einheit. Je nach Tagesgefühl kann es sein dass ich die kleineren Muskelgruppen die danach kommen schon mal tausche. Das entscheide ich instinktiv. Ich bevorzuge zu Trainingsbeginn immer Grundübungen und baue zum Ende des Trainings Isolationsübungen mit ein. Da meine Art des Trainings sich von den Trainingsarten der meisten Athleten die ich kenne sehr unterscheidet würde eine genaue Darstellung wohl den Rahmen sprengen. Unter www.body-xtreme.de ist im Forum in der Rubrik GetBig ein Trainingstagebuch von mir nachzulesen, in dem alles über Satzzahlen, Gewichte, Pausenzeiten, Trainingsbeginn und -ende detailliert beschrieben ist.
Die kleineren Muskelgruppen können aus Notwendigkeit schon mal getauscht werden. Bis auf das Oberschenkeltraining kann ich alles auch bestens zu Hause trainieren. Nur Kniebeugen mit 240kg ohne dass jemand dahinter steht, scheinen mir etwas gewagt für meinen Keller. Beim Training im Studio bin ich im GymPur in Nettetal-Breyell zu finden (www.gympur.de). Hier ist noch Bodybuilding und Kraftsport angesagt. Ergometer und Stepper wird man hier nicht finden, sondern nur Eisen.
Ein klassisches Training von mir werde einmal anhand eines Mittwochstrainings näher darstellen. Im Regelfall kommen zuerst die Grundübungen, d. h. ich fange meistens mit Schrägbankdrücken an. Ein Aufwärmsatz, dann kommt direkt der Arbeitssatz mit einem Gewicht für 12 Wiederholungen. Das Gewicht wird reduziert und ohne Pause weitere 7 Wiederholungen ausgeführt. Das Gewicht wird nochmals reduziert und weitere 7 Wiederholungen. Damit ist die Übung beendet. Nach diesem Schema werden auch die weiteren Übungen ausgeführt, also danach Kurzhantelbankdrücken, Fliegende auf der Schrägbank, Kabelziehen über Kreuz. Als letzte Übung mache ich gerne Überzüge bei denen ich zwei Sätze mit gleichem Gewicht mache. 80% meiner Übungen führe ich auf die eben beschriebene Weise aus. Ich bin aber auch jederzeit so frei Dinge spontan zu ändern wenn mir danach ist. Ich habe nur festgestellt dass dieser Stil am besten für mich geeignet ist. Meine Trainingseinheiten dauern 45-60 Minuten. Mehr Zeit habe ich aufgrund meines engen Zeitplans nicht zur Verfügung. Selbst wenn ich die Zeit hätte würde ich wahrscheinlich so trainieren, da nach 60 Minuten meistens mein Energieniveau im Keller ist.
Wer ausführlich etwas über meine Art des Trainings erfahren möchte, also Trainingsdauer, Übungsauswahl usw. sollte sich mal bei www.body-xtreme.de einloggen. Dort führe ich ein ausführliches Trainingstagebuch. Daneben gibt es dort auch zahlreiche Beiträge von mir über Trainings- und Ernährungsformen, sowie alle möglichen Supplements. Bei Fragen jeglicher Art bin ich dort übrigens am einfachsten zu erreichen, da ich dort nahezu täglich online bin.
Was meine Ziele in dem Sport angeht, habe ich das was ich erreichen wollte eigentlich erreicht. Ich wollte Deutscher Meister werden und einmal international starten. Beides ist mir gelungen. Also habe ich mir neue Ziele gesetzt. Mal sehen ob ich diese erreiche. Aber mit Hilfe meiner Familie……was soll da schon schief gehen? Nun gut wenn ich im Keller gerade Bankdrücken mache mit 160kg und mein kleiner Sohn Joel kommt rein gelaufen und fragt -"Papa ist das schwer?" - ist es schon mal schwer die Konzentration zu halten. Aber wie lautet mein Motto - Was einfach zu haben ist, ist es nicht Wert es zu besitzen.
Kontaktmail: totti@body-xtreme.de
(gepostet von Thorsten Bunte)


