Vitamin K

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autoren (Andreas Arnold, www.herkules-online.de)

Chemische Kurzbezeichnung: Phyllochinon (Vitamin K1), Phytomenadion (Vitamin K1), Menachinon (Vitamin K2), Menadion (Vitamin K3), Menadiol (Vitamin K4)

Gängigste Handelsformen: Vitamin K1, Menadion, Menadiolester

Im folgenden gehen wir auf die Funktionen von Vitamin K1 und K2 ein. Vitamin K1 kommt haupsächlich in Pflanzen vor, während Vitamin K2 mit Hilfe der Darmbakterien im Darm synthetisiert wird. Die restlichen K-Vitamine sind rein synthetisch und kommen in der Natur nicht vor.

Hauptfunktion: Blutgerinnungsregulator, Bildung von Prothrombin, Regulierung der Mineralstoffeinbindung in die Knochen

Beeinflussende Stoffe: Paraffin (z. B. in Abführmitteln) und lipidsenkende Pharmaka stören die Resorption. Breitband-Antibiotika und bakterienhemmende Mittel stören und verändern die Darmbakterien und verhindern so die Synthese des Vitamin K2. Antirheumatika und Antikonvulsiva können in Wechselwirkung treten.

Vorkommen:

Lebensmittel Vitamin K1   Lebensmittel Vitamin K1
200 g Rosenkohl 1,14 mg   200 g Kohlrabi 1 mg
200 g Blumenkohl 0,6 mg   120 g Hühnerbrust 0,36 mg
300 g Vollkornbrot 37 mcg   80 g Naturreis 32 mcg
120 g Rindfleisch 24 mcg   125 g Champignons 19 mcg
30 g Müsli 15 mcg   30 g Haferflocken 15 mcg

Haltbarkeit in Lebensmitteln: Licht mindert die Menge enthaltenen Vitamin K`s. Nicht beim Garen übertreiben, ansonsten relativ robustes Vitamin.

Mangelerscheinungen: Verschlechterte Blutgerinnung. Äußert sich in vermehrt auftetenden "blauen Flecken".

Überdosierungserscheinungen: Übelkeit, allergische Hautreaktionen

Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer 70 - 80 mcg / Frauen 60 - 65 mcg
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: 80 - 100 mcg

Bemerkenswertes:

  • Nicht in Verbindung mit blutgerinnungshemmenden Präperaten einnehmem. Vitamin K wirkt entgegen.
  • Vitamin K3-K7 sind  im Gegensatz zu Vitamin K1 teils toxisch